Pitka – bulgarisches Brot mit Joghurt & Pfefferfrischkäse

von Michael Krauß
Pitka – bulgarisches Brot mit selbst gemachtem Pfefferfrischkäse

Pitka ist ein bulgarisches Brot, das in unterschiedlichen Varianten zubereitet wird. Bei diesem einfachen Pitka-Rezept besteht der Teig aus Mehl, Joghurt und Backpulver und kommt dadurch ohne lange Gehzeit aus. Frisch aus dem Backofen schmeckt das runde Brot besonders gut.

Dazu gibt es einen selbst gemachten Pfefferfrischkäse aus Sahnequark, Butter, Knoblauch, Thymian und geschrotetem Pfeffer. Die Kombination eignet sich als Vorspeise, zum Salat oder als herzhafter Snack.

Dieses Rezept kam bei mir durch eine besondere Gelegenheit auf den Tisch: Ich durfte in der Jury unserer Heimatzeitung mitwirken, die für ihr Sonderheft „Südthüringen kocht“ internationale Gerichte gesucht und getestet hat. Eines der Rezepte, das mir dabei besonders gefallen hat, war dieses bulgarische Pitka mit Pfefferfrischkäse.

Was ist Pitka?

Pitka ist ein Brot beziehungsweise Gebäck aus Bulgarien. Es gibt unterschiedliche Rezepte und Zubereitungsarten. Bei meiner Variante wird der Teig mit Joghurt und Backpulver zubereitet.

Dadurch muss der Teig nicht wie ein klassischer Hefeteig längere Zeit gehen. Nach dem Kneten wird das Pitka zu einem flachen, runden Brot geformt, mit Eigelb bestrichen und anschließend im Backofen gebacken.

Das Ergebnis ist ein unkompliziertes bulgarisches Brot, das sich besonders gut mit Dips und Aufstrichen kombinieren lässt.

Pitka mit selbst gemachtem Pfefferfrischkäse

Das Pitka eignet sich sehr gut als Vorspeise, zum Salat oder einfach als kleiner Snack zwischendurch. Der Pfefferfrischkäse lässt sich bereits am Vortag vorbereiten und einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Weitere selbst gemachte Aufstriche findest du in meiner Kategorie Aufstriche. Weitere Backideen gibt es im Bereich Backen.

Zutaten für 4 Personen

Für den Pfefferfrischkäse

  • 500 g Sahnequark
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 TL geschroteter Pfeffer

Für das Pitka

  • 400 g Mehl
  • 200 g Joghurt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Eigelb

Zubereitung

1. Sahnequark über Nacht abtropfen lassen

Am Vorabend den Sahnequark in ein sauberes Küchentuch geben.

Das Tuch mit dem Quark in ein Sieb legen und eine Schüssel darunterstellen. Den Sahnequark anschließend über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen.

Durch das Abtropfen verliert der Quark überschüssige Flüssigkeit und bekommt die passende feste Konsistenz für den Pfefferfrischkäse.

2. Knoblauch vorbereiten

Die Knoblauchzehen fein schneiden.

Den Knoblauch anschließend zusammen mit etwas Salz zu einer feinen Paste zerdrücken.

3. Pfefferfrischkäse fertigstellen

Die weiche Butter cremig aufschlagen.

Den abgetropften Sahnequark, die Knoblauchpaste, den getrockneten Thymian und den geschroteten Pfeffer zur Butter geben und alles gründlich miteinander verrühren.

Den fertigen Pfefferfrischkäse anschließend kühl stellen.

In einem gut verschlossenen Behälter hält sich der Pfefferfrischkäse einige Tage im Kühlschrank.

Pitka zubereiten

4. Pitka-Teig herstellen

Mehl, Joghurt, Backpulver sowie jeweils eine Prise Salz und Zucker in eine Schüssel geben.

Alle Zutaten einige Minuten gründlich miteinander verkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

5. Pitka formen

Den fertigen Teig zu einem flachen, runden Brot formen.

Mit einer Gabel nach Wunsch Muster oder Motive in die Oberfläche drücken. Dadurch bekommt das Pitka sein rustikales Aussehen.

6. Pitka mit Eigelb bestreichen

Das Eigelb verquirlen und die Oberfläche des Brotes gleichmäßig damit bestreichen.

Das Eigelb sorgt beim Backen für eine schöne goldgelbe und leicht glänzende Oberfläche.

7. Pitka backen

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Das Pitka im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun ist.

8. Pitka ruhen lassen und servieren

Das frisch gebackene Pitka aus dem Ofen nehmen und anschließend in ein sauberes Küchentuch wickeln.

Das Brot etwas ruhen lassen und anschließend zusammen mit dem Pfefferfrischkäse servieren.

Warum wird dieses Pitka ohne Hefe gebacken?

Bei diesem Rezept sorgt Backpulver für die Lockerung des Teiges. Deshalb benötigt das Pitka keine lange Gehzeit wie ein klassischer Hefeteig.

Zusammen mit dem Joghurt entsteht ein unkomplizierter Teig, der direkt nach dem Kneten geformt und anschließend gebacken werden kann.

Warum muss der Sahnequark abtropfen?

Sahnequark enthält relativ viel Feuchtigkeit. Würde man ihn direkt mit der Butter vermischen, könnte der fertige Aufstrich deutlich weicher werden.

Durch das Abtropfen über Nacht wird dem Quark Flüssigkeit entzogen. Dadurch bekommt der Pfefferfrischkäse eine festere und cremigere Konsistenz.

Tipps für den Pfefferfrischkäse

  • Quark wirklich über Nacht abtropfen lassen: Dadurch wird der Aufstrich schön cremig und nicht zu flüssig.
  • Butter rechtzeitig herausstellen: Weiche Butter lässt sich wesentlich besser cremig aufschlagen.
  • Knoblauch mit Salz zerdrücken: Dadurch verteilt sich sein Aroma besonders gleichmäßig im Frischkäse.
  • Geschroteten Pfeffer verwenden: Er sorgt für deutlich mehr Struktur und Aroma als sehr fein gemahlener Pfeffer.
  • Frischkäse gut durchkühlen: Nach etwas Ruhezeit verbinden sich die Aromen besonders gut.

Kann ich den Pfefferfrischkäse verändern?

Ja. Schon in meinem ursprünglichen Rezept habe ich darauf hingewiesen, dass sich der Aufstrich nach Geschmack abwandeln lässt.

Statt Pfeffer und Thymian kannst du beispielsweise frische Kräuter verwenden oder dem Frischkäse mit etwas Meerrettich eine kräftigere Note geben.

Das Grundrezept für das Pitka bleibt dabei unverändert.

Was passt zu Pitka?

Zusammen mit dem Pfefferfrischkäse lässt sich das Pitka bereits sehr gut als kleiner Snack oder Vorspeise servieren.

Es passt aber auch als Brotbegleitung zu einem frischen Salat oder zu einer Auswahl verschiedener Dips und Aufstriche.

Weitere Ideen dafür findest du in meiner Kategorie Vorspeisen.

Kann man Pitka vorbereiten?

Den Pfefferfrischkäse musst du bereits am Vorabend beginnen, da der Sahnequark über Nacht abtropfen soll.

Das Pitka selbst würde ich dagegen möglichst frisch backen. Die Zubereitung geht schnell und frisch aus dem Ofen schmeckt das Brot besonders gut.

Wie bewahrt man Pitka auf?

Am besten schmeckt das Pitka frisch aus dem Backofen. Bleibt etwas übrig, sollte das Brot nach dem vollständigen Auskühlen gut verpackt aufbewahrt werden, damit es nicht unnötig austrocknet.

Vor dem Servieren kannst du es noch einmal kurz erwärmen.

Wie bewahrt man den Pfefferfrischkäse auf?

Den fertigen Pfefferfrischkäse in einen sauberen, gut verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Wie bereits in meinem ursprünglichen Rezept beschrieben, hält er sich dort einige Tage.

Häufige Fragen zu Pitka

Was ist Pitka?

Pitka ist ein bulgarisches Brot beziehungsweise Gebäck, das in unterschiedlichen Varianten zubereitet wird. Bei diesem Rezept wird ein einfacher Teig aus Mehl, Joghurt und Backpulver verwendet.

Ist Pitka ein bulgarisches Brot?

Ja. Pitka ist in der bulgarischen Küche als Brot beziehungsweise Gebäck bekannt. Je nach Rezept können Zutaten, Form und Zubereitung unterschiedlich ausfallen.

Braucht Pitka Hefe?

Nicht jedes Pitka-Rezept wird gleich zubereitet. Bei dieser Variante wird Backpulver anstelle von Hefe verwendet, sodass keine lange Gehzeit erforderlich ist.

Bei welcher Temperatur wird Pitka gebacken?

Dieses Pitka wird bei 180 °C Umluft etwa 15 Minuten gebacken, bis die Oberfläche hellbraun ist.

Was passt zu bulgarischem Pitka?

Pitka passt sehr gut zu Dips, Aufstrichen und Salaten. Bei diesem Rezept wird das Brot mit einem selbst gemachten Pfefferfrischkäse aus Sahnequark, Butter, Knoblauch, Thymian und Pfeffer serviert.

Fazit

Pitka ist ein vielseitiges bulgarisches Brot, das in diesem Rezept besonders unkompliziert mit Joghurt und Backpulver zubereitet wird. Dadurch kommt der Teig ohne lange Gehzeit aus und das Brot kann bereits nach kurzer Backzeit serviert werden.

Dazu passt der selbst gemachte Pfefferfrischkäse mit Knoblauch, Thymian und geschrotetem Pfeffer. Der Frischkäse lässt sich gut vorbereiten, während das Pitka am besten frisch aus dem Backofen schmeckt.

Weitere Grundlagen und praktische Tipps rund ums Kochen und Backen findest du in meinem Bereich Küchenwissen.

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