Kürbis-Pasta mit Garnelen verbindet herbstlichen Hokkaido mit asiatisch inspirierten Aromen. Sesamöl, Sweet-Chili-Sauce, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Cashewkerne treffen dabei auf cremige Sahne und bissfeste Penne.
Das Ergebnis ist eine unkomplizierte Pasta mit leichter Süße, etwas Schärfe und einem schönen Kontrast zwischen cremiger Sauce, knackigen Cashewkernen und saftigen Garnelen.
Für dieses Gericht verwende ich Hokkaido. Seine leicht nussige Note passt besonders gut zu Garnelen und Sweet Chili. Außerdem muss die Schale bei einem jungen, unbeschädigten Hokkaido nicht zwingend entfernt werden.
Zutaten für asiatische Kürbis-Pasta mit Garnelen
Für 4 Personen
- 300 g Penne rigate
- 200 g Hokkaido-Kürbis
- 200 g Garnelen, geschält und entdarmt
- 4 Frühlingszwiebeln
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 40 g Cashewkerne
- 2 EL Sweet-Chili-Sauce
- 200 ml Sahne
- Sesamöl
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Grana Padano zum Garnieren
- frische Kresse zum Garnieren
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 40 Minuten
Portionen: 4
Schwierigkeitsgrad: mittel
Die Zutaten vorbereiten
Den Hokkaido gründlich waschen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen.
Die Schale kann bei Hokkaido grundsätzlich mitverwendet werden. Wer eine besonders feine Konsistenz bevorzugt, kann den Kürbis natürlich trotzdem schälen.
Das Fruchtfleisch anschließend in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel in feine Streifen und den Knoblauch in dünne Scheiben beziehungsweise feine Streifen schneiden.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.
Wenn du wissen möchtest, welche Kürbissorte sich für welches Gericht eignet, findest du dazu mein Küchenwissen Kürbissorten im Überblick – welcher Kürbis eignet sich wofür?.
Penne bissfest kochen
Die Penne in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen.
Vor dem Abgießen etwas vom Pastawasser auffangen. Falls die Sauce später zu dick wird, kann damit die Konsistenz problemlos angepasst werden.
Die Nudeln abgießen und kurz beiseitestellen.
Hokkaido für die Pasta vorbereiten
Die Kürbiswürfel in leicht gesalzenem Wasser einige Minuten blanchieren.
Sie sollten bereits leicht weich werden, aber noch deutlich Biss besitzen. Anschließend abgießen und gut abtropfen lassen.
Der Kürbis gart später noch einmal kurz zusammen mit den übrigen Zutaten in der Pfanne weiter.
Garnelen in Sesamöl anbraten
Die Garnelen mit Küchenpapier trocken tupfen.
Etwas Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen.
Die Garnelen darin bei kräftiger Hitze kurz von beiden Seiten anbraten.
Sie sollten gerade eben gar sein und saftig bleiben.
Zwiebel, Knoblauch und Cashewkerne dazugeben und alles kurz mit anschwitzen.
Die Cashewkerne dürfen dabei leicht Farbe bekommen, sollten aber nicht zu dunkel werden.
Asiatische Kürbis-Pasta fertigstellen
Die blanchierten Kürbiswürfel und die Frühlingszwiebeln zu den Garnelen geben.
Nun die gekochten Penne hinzufügen und alles vorsichtig durchschwenken.
Sweet-Chili-Sauce und Sahne dazugeben.
Alles bei mittlerer Hitze einige Minuten leicht einkochen lassen, bis sich eine cremige Sauce um Pasta, Kürbis und Garnelen legt.
Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken.
Falls die Sauce zu stark eindickt, einfach etwas vom aufgefangenen Pastawasser hinzufügen.
Sweet-Chili-Sauce ist nur eine von vielen asiatischen Würzsaucen. Die Unterschiede zwischen Sojasauce, Teriyaki, Hoisin, Fischsauce, Ponzu und weiteren Würzmitteln erkläre ich in meinem Küchenwissen Asiatische Würzsaucen im Überblick – Sojasauce, Teriyaki, Hoisin & Co..

Kürbis-Pasta mit Garnelen anrichten
Die Kürbis-Pasta auf tiefen Tellern anrichten.
Etwas Grana Padano frisch darüberhobeln und mit Kresse garnieren.
Wer möchte, kann zusätzlich einige geröstete Cashewkerne und feine Frühlingszwiebelringe darübergeben.
Das Gericht am besten sofort servieren, solange Pasta und Sauce noch schön cremig sind.
Meine Tipps für die Kürbis-Pasta
Hokkaido nicht zu weich vorkochen
Der Kürbis wird nach dem Blanchieren noch einmal in der Pfanne erhitzt. Deshalb sollte er vorher nur knapp gar sein, damit die Würfel nicht vollständig zerfallen.
Garnelen nur kurz braten
Garnelen benötigen nur kurze Garzeit. Werden sie zu lange gebraten, verlieren sie ihre saftige Konsistenz.
Cashewkerne mitrösten
Durch kurzes Rösten entwickeln die Cashewkerne deutlich mehr Aroma und bilden gleichzeitig einen schönen knusprigen Kontrast zur cremigen Pasta.
Sesamöl bewusst dosieren
Sesamöl besitzt einen intensiven Eigengeschmack. Deshalb lieber zunächst sparsam verwenden und bei Bedarf später noch etwas ergänzen.
Sweet Chili erst am Ende abschmecken
Sweet-Chili-Saucen unterscheiden sich je nach Hersteller deutlich in Süße und Schärfe. Deshalb mit einer kleineren Menge beginnen und bei Bedarf nachwürzen.
Pastawasser aufheben
Ein kleiner Schuss Pastawasser hilft, wenn die Sahnesauce beim Einkochen zu dick geworden ist.
Warum Hokkaido gut zu Pasta passt
Hokkaido besitzt einen leicht nussigen, angenehm süßlichen Geschmack und eine relativ feste Struktur.
Dadurch funktioniert er nicht nur in Suppen und Ofengerichten, sondern auch sehr gut in Pastagerichten.
Wenn du die Kombination aus Pasta und Kürbis magst, empfehle ich dir auch meine Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn.
Warum asiatische Aromen mit Kürbis funktionieren
Kürbis besitzt von Natur aus eine leichte Süße. Genau deshalb harmoniert er sehr gut mit salzigen, scharfen und würzigen Aromen.
Sweet Chili bringt Süße und Schärfe, Sesamöl eine nussige Note und Knoblauch sowie Frühlingszwiebeln zusätzliche Würze.
Die Garnelen bringen dagegen eine leichte maritime Note in das Gericht.
Zusammen mit der Sahne entsteht eine Sauce, die asiatisch inspiriert ist, aber gleichzeitig den cremigen Charakter eines klassischen Pastagerichts behält.
Mein Fazit
Kürbis-Pasta mit Garnelen ist ein unkompliziertes Herbstgericht, bei dem mediterrane Pasta auf asiatisch inspirierte Aromen trifft.
Hokkaido, Garnelen, Sweet Chili, Sesamöl und Cashewkerne ergänzen sich überraschend gut.
Besonders gefällt mir der Kontrast aus cremiger Sauce, leicht scharf-süßer Würze, knackigen Cashewkernen und saftigen Garnelen.
In rund 40 Minuten steht damit ein abwechslungsreiches Pastagericht auf dem Tisch.
Häufige Fragen zur Kürbis-Pasta mit Garnelen
Welcher Kürbis eignet sich für Pasta?
Hokkaido eignet sich besonders gut, weil er aromatisch ist, eine angenehme Konsistenz besitzt und seine Schale mitverwendet werden kann. Auch Butternut funktioniert sehr gut.
Muss Hokkaido für Pasta geschält werden?
Nein. Die Schale des Hokkaido wird beim Garen weich und kann grundsätzlich mitgegessen werden. Wer eine besonders feine Konsistenz bevorzugt, kann ihn trotzdem schälen.
Wie lange müssen Garnelen gebraten werden?
Garnelen benötigen je nach Größe meist nur wenige Minuten. Sie sollten gerade eben durchgegart sein und nicht unnötig lange in der heißen Pfanne bleiben.
Kann ich andere Nudeln verwenden?
Ja. Neben Penne eignen sich beispielsweise Rigatoni, Fusilli oder andere kurze Pastasorten, an denen die cremige Sauce gut haftet.
Kann man die Pasta schärfer machen?
Ja. Zusätzlich zur Sweet-Chili-Sauce können frische Chili, Chiliflocken oder eine schärfere Chilisauce verwendet werden.
Kann man die Sahne ersetzen?
Ja. Für eine etwas leichtere Variante kann Kochsahne verwendet werden. Auch Kokosmilch passt geschmacklich sehr gut zu Kürbis, Garnelen und asiatischen Gewürzen und verändert das Gericht deutlich stärker in Richtung asiatische Küche.
Kann man die Cashewkerne weglassen?
Ja. Sie sind für das Rezept nicht zwingend notwendig, liefern aber zusätzlichen Biss und ein nussiges Aroma.
Welche asiatische Sauce passt noch zu Kürbis und Garnelen?
Je nach gewünschtem Geschmack können Sojasauce, Teriyaki, etwas Hoisin oder eine Kombination aus Sojasauce und Sweet Chili verwendet werden. Die Saucen sollten dabei vorsichtig dosiert werden, da Salz und Süße stark variieren.
