Pfirsich-Vanille-Marmelade mit echter Vanille
Pfirsich-Vanille-Marmelade gehört für mich zu den schönsten Möglichkeiten, eine größere Pfirsichernte haltbar zu machen. Mein Pfirsichbaum im Garten trägt dieses Jahr besonders reichlich – und ein Teil der Früchte landet deshalb direkt im Marmeladenglas.
Die Kombination aus reifen Pfirsichen, echter Vanille und etwas Zitronensaft ist angenehm fruchtig und nicht unnötig kompliziert. Mit Gelierzucker 2:1 kommt auf zwei Teile Frucht nur ein Teil Gelierzucker.
Das Ergebnis ist eine fruchtige Pfirsichmarmelade mit Vanille, die hervorragend zu frischem Brot, Brötchen, Croissants oder auch zu Naturjoghurt passt.
Zutaten für Pfirsich-Vanille-Marmelade
- 2 kg Pfirsiche, entsteint gewogen
- 1 Vanilleschote
- 2 Zitronen
- 1 kg Gelierzucker 2:1
Vorbereitungszeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten inklusive Ziehzeit
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 50 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
Pfirsich-Vanille-Marmelade selber machen
1. Pfirsiche vorbereiten
Die Pfirsiche gründlich waschen, halbieren und die Steine entfernen.
Anschließend die benötigte Fruchtmenge abwiegen. Für dieses Rezept werden 2 kg entsteinte Pfirsiche verwendet.
Die Früchte grob klein schneiden und in einen ausreichend großen Kochtopf geben.
2. Vanilleschote auskratzen
Die Vanilleschote der Länge nach mit einem scharfen Messer aufschneiden.
Das Vanillemark mit dem Messerrücken herauskratzen und direkt zu den Pfirsichen geben.
Wer möglichst viel Vanillearoma möchte, kann auch die ausgekratzte Schote während der Ziehzeit mit in den Topf geben und sie vor dem Pürieren wieder entfernen.
3. Zitronensaft und Gelierzucker dazugeben
Die Zitronen halbieren und auspressen.
Den Zitronensaft zusammen mit dem Gelierzucker 2:1 zu den Pfirsichen geben.
Alles gründlich miteinander vermengen, sodass der Gelierzucker möglichst gleichmäßig zwischen den Fruchtstücken verteilt ist.
4. Pfirsiche ziehen lassen
Die Pfirsichmischung ungefähr 1,5 Stunden ziehen lassen.
In dieser Zeit tritt Fruchtsaft aus den Pfirsichen aus und verbindet sich mit Zucker, Zitronensaft und Vanille.
Zwischendurch kann die Mischung ein- oder zweimal umgerührt werden.
5. Marmeladengläser vorbereiten
Während die Pfirsiche ziehen, die Gläser und Deckel sorgfältig vorbereiten.
Verwendet werden sollten saubere, unbeschädigte Gläser mit passenden Twist-off-Deckeln.
Gläser, Deckel und verwendete Küchenutensilien müssen sehr sauber sein. Sie können beispielsweise in der Spülmaschine gereinigt oder für einige Minuten in kochendem Wasser behandelt werden.
Die Innenseiten der sauberen Gläser und Deckel anschließend möglichst nicht mehr mit den Händen berühren.
6. Pfirsichmarmelade kochen
Die Fruchtmischung unter Rühren erhitzen und zum Kochen bringen.
Sobald die Masse kräftig sprudelnd kocht, nach den Angaben des verwendeten Gelierzuckers weiterkochen. Bei meinem Rezept lasse ich die Pfirsichmasse ungefähr 5 Minuten kochen.
Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts am Topfboden anbrennt.
7. Pfirsich-Vanille-Marmelade pürieren
Falls die ausgekratzte Vanilleschote mitgekocht beziehungsweise mitgezogen hat, diese jetzt entfernen.
Die heiße Pfirsichmasse anschließend mit einem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz pürieren.
Ich mag die Marmelade relativ fein. Wer lieber kleine Fruchtstücke darin haben möchte, püriert entsprechend kürzer.
8. Gelierprobe machen
Vor dem Abfüllen empfiehlt sich eine kurze Gelierprobe.
Dafür einen kleinen Tropfen der heißen Marmelade auf einen kalten Teller geben.
Wird die Masse nach kurzer Zeit deutlich fester beziehungsweise bildet sich beim Abkühlen eine gelierte Oberfläche, kann sie abgefüllt werden.
Ist sie noch sehr flüssig, kann die Kochzeit entsprechend der Anleitung des Gelierzuckers etwas verlängert werden.
9. Marmelade heiß abfüllen
Die fertige Pfirsich-Vanille-Marmelade möglichst heiß in die vorbereiteten Gläser füllen.
Dabei sauber arbeiten und den Glasrand möglichst frei von Marmeladenresten halten.
Die Gläser direkt nach dem Befüllen mit den passenden Deckeln fest verschließen.
Die gefüllten Gläser anschließend nicht auf den Kopf stellen. Einfach aufrecht stehen und vollständig auskühlen lassen.
Warum kommt Zitronensaft in Pfirsichmarmelade?
Zitronensaft erfüllt gleich mehrere Aufgaben.
Die leichte Säure bildet zunächst einen schönen geschmacklichen Gegenpol zur Süße von Pfirsichen und Gelierzucker.
Außerdem spielt Säure beim Gelieren von Fruchtaufstrichen eine wichtige Rolle.
Bei sehr süßen und reifen Pfirsichen ist etwas Zitronensaft deshalb besonders sinnvoll.
Welcher Gelierzucker eignet sich für Pfirsichmarmelade?
Für dieses Rezept verwende ich Gelierzucker 2:1.
Das Verhältnis bedeutet grundsätzlich: zwei Teile Frucht zu einem Teil Gelierzucker.
Bei 2 kg Pfirsichen werden deshalb 1 kg Gelierzucker 2:1 verwendet.
Die genaue Kochzeit kann sich je nach Hersteller unterscheiden. Deshalb sollte zusätzlich immer die Zubereitungsanleitung auf der verwendeten Gelierzucker-Packung berücksichtigt werden.
Muss man Pfirsiche für Marmelade schälen?
Für dieses Rezept schäle ich die Pfirsiche nicht zwingend.
Da die Fruchtmasse am Ende mit dem Pürierstab fein verarbeitet wird, fällt die weiche Pfirsichhaut im fertigen Aufstrich normalerweise kaum auf.
Wer eine besonders feine und helle Pfirsichmarmelade möchte, kann die Pfirsiche natürlich vorher häuten.
Wie häutet man Pfirsiche einfach?
Wenn die Haut entfernt werden soll, die Pfirsiche auf der Unterseite leicht kreuzweise einschneiden.
Anschließend kurz in heißes Wasser geben und danach in kaltem Wasser abschrecken.
Bei reifen Pfirsichen lässt sich die Haut danach meist relativ einfach abziehen.
Kann man Pfirsichmarmelade ohne Stücke machen?
Ja. Genau dafür eignet sich der Pürierstab hervorragend.
Die gekochten Pfirsiche können vollständig fein püriert werden. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger, cremiger Fruchtaufstrich.
Wer etwas Struktur bevorzugt, lässt einfach einige kleine Fruchtstücke stehen.
Warum echte Vanille?
Die Vanilleschote verleiht der Pfirsichmarmelade ein feines Aroma, ohne den eigentlichen Fruchtgeschmack zu überdecken.
Besonders bei sehr reifen, aromatischen Pfirsichen reicht eine Vanilleschote für die gesamte Menge vollkommen aus.
Das ausgekratzte Mark verteilt sich beim Kochen und Pürieren gleichmäßig in der Marmelade.
Wie erkenne ich, ob Marmelade richtig geliert?
Am einfachsten funktioniert die klassische Gelierprobe auf einem kalten Teller.
Ein kleiner Klecks der heißen Fruchtmasse sollte beim Abkühlen relativ schnell fester werden.
Wichtig: Fruchtaufstriche erreichen ihre endgültige Konsistenz nicht immer unmittelbar nach dem Kochen. Die Marmelade kann während des vollständigen Abkühlens beziehungsweise in den nächsten Tagen noch fester werden.
Muss man Marmeladengläser auf den Kopf stellen?
Nein. Früher wurden frisch gefüllte Gläser häufig einige Minuten auf den Kopf gestellt.
Heute wird diese Methode nicht mehr empfohlen. Entscheidend sind vielmehr saubere Gläser, saubere Deckel, heißes Abfüllen und sofortiges Verschließen.
Die Gläser nach dem Befüllen einfach aufrecht vollständig abkühlen lassen.
Wie lange hält sich selbstgemachte Pfirsichmarmelade?
Sauber hergestellte und ungeöffnete Fruchtaufstriche mit Gelierzucker können bei kühler und dunkler Lagerung lange haltbar sein.
Das Bundeszentrum für Ernährung nennt für entsprechend hergestellte Aufstriche bei ungefähr 15 bis 20 °C eine Haltbarkeit von etwa einem Jahr.
Nach dem Öffnen gehört die Pfirsich-Vanille-Marmelade in den Kühlschrank und sollte immer mit einem sauberen Löffel entnommen werden.
Wie lagert man Pfirsich-Vanille-Marmelade?
Die vollständig ausgekühlten und verschlossenen Gläser am besten:
- kühl
- trocken
- dunkel
- vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt
lagern.
Nach dem Öffnen das Glas im Kühlschrank aufbewahren.
Was tun, wenn die Marmelade schimmelt?
Ein Glas mit sichtbar verschimmeltem Fruchtaufstrich sollte vollständig entsorgt werden.
Es reicht nicht, lediglich die sichtbare Schimmelschicht von der Oberfläche zu entfernen.
Saubere Verarbeitung und saubere Gläser helfen dabei, das Risiko bereits beim Abfüllen möglichst gering zu halten.
Was passt zu Pfirsich-Vanille-Marmelade?
Natürlich schmeckt die Marmelade klassisch auf Brot oder Brötchen.
Sie passt aber auch sehr gut zu:
- Croissants
- Toast
- Naturjoghurt
- Quark
- Milchreis
- Pfannkuchen
- Waffeln
- Desserts
Auch als Füllung für Kuchen oder Plätzchen lässt sie sich verwenden.
Pfirsich-Vanille-Marmelade verschenken
Selbstgemachte Marmelade eignet sich auch wunderbar als kleines Geschenk aus der eigenen Küche.
Besonders schön finde ich das natürlich, wenn die Pfirsiche wie bei diesem Rezept sogar aus dem eigenen Garten stammen.
Glas beschriften, Herstellungsdatum ergänzen und schon hat man ein persönliches Mitbringsel.
Häufige Fragen zur Pfirsich-Vanille-Marmelade
Welcher Gelierzucker eignet sich für Pfirsichmarmelade?
Für dieses Rezept wird Gelierzucker 2:1 verwendet. Auf zwei Teile Pfirsich kommt ein Teil Gelierzucker.
Muss man Pfirsiche für Marmelade schälen?
Nein. Werden die Pfirsiche später fein püriert, kann die Haut grundsätzlich mitverarbeitet werden. Für eine besonders feine Konsistenz können die Früchte vorher gehäutet werden.
Warum kommt Zitrone in Pfirsichmarmelade?
Zitronensaft bringt Säure in die Marmelade, gleicht die Süße aus und unterstützt zusammen mit dem Gelierzucker die gewünschte Konsistenz.
Wie lange muss Pfirsichmarmelade kochen?
Bei diesem Rezept kocht die Fruchtmasse ungefähr fünf Minuten sprudelnd. Die genaue Kochdauer richtet sich zusätzlich nach den Angaben auf der verwendeten Gelierzucker-Packung.
Muss Marmelade nach dem Abfüllen auf den Kopf gestellt werden?
Nein. Die heiße Marmelade wird in saubere Gläser gefüllt, sofort verschlossen und anschließend aufrecht abkühlen gelassen.
Wie lange hält sich Pfirsichmarmelade?
Sauber hergestellte, ungeöffnete Fruchtaufstriche können kühl und dunkel gelagert ungefähr ein Jahr haltbar sein. Geöffnete Gläser gehören in den Kühlschrank.
Kann man Pfirsich-Vanille-Marmelade verschenken?
Ja. Selbstgemachte Pfirsichmarmelade eignet sich hervorragend als kleines Geschenk aus der Küche.
Mein Fazit
Pfirsich-Vanille-Marmelade ist für mich eine der besten Möglichkeiten, die Pfirsichernte aus dem eigenen Garten ein Stück länger zu genießen.
Das Rezept ist unkompliziert: Pfirsiche, Vanille, Zitrone und Gelierzucker 2:1 reichen vollkommen aus.
Besonders gerne mag ich das feine Vanillearoma zusammen mit den reifen Pfirsichen – und wenn im Winter ein Glas geöffnet wird, erinnert der Geschmack sofort wieder an die Pfirsichernte im Sommer.
Viel Spaß beim Einkochen und guten Appetit!
